Baustellenbesichtigung

mit Politprominenz von beiden Seiten des Rheins

NEURIED. Um den Baufortschritt des Europäischen Forums am Rhein (EFaR) vor Ort zu besichtigen, haben Politiker und Beteiligte von deutscher und französischer Seite am Montag das Gelände besucht. Neben einer Baustellenführung durch den Bauherrn und Architekten Jürgen Grossmann war Schwerpunkt der Veranstaltung zudem die Vorstellung des geplanten Programms des Baal-Novo-Theaters, das im EFaR seine neue feste Spielstätte beziehen wird.

„Was hier entsteht, ist ein Musterbeispiel der deutsch-französischen Freundschaft“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin des Ministeriums für ländlichen Raum Baden-Württemberg. „Ich beglückwünsche Herrn Grossmann zum Mut und Engagement, mit dem er dieses Projekt realisiert.“ Besonders förderfähig sei auch das deutsch-französische Baal-Novo-Theater, das mit seinen Aktionen und Stücken einen wichtigen Beitrag zur Grenzüberschreitung gerade auch im ländlichen Raum leiste. Das Land Baden-Württemberg habe eine ausgeprägte Stiftungskultur. Mit Blick über den Rhein appellierte sie an die französischen Kolleginnen und Kollegen, Finanzierung für das Kunstprojekt zu mobilisieren.

Für die Einrichtung der neuen Spielstätte benötigt Baal Novo eine geschätzte Summe von 300.000 Euro, von denen bisher 130.000 Euro gesichert sind. Das hatte zuvor Edzard Schoppmann, Leiter des Baal-Novo-Theaters, mitgeteilt. Für die noch offene Summe sucht das Theater noch Förderer auf beiden Seiten des Rheins.

Oliver Rastetter, Bürgermeister der Gemeinde Lauf und Mitglied des Kreistags der Ortenau, betonte die Bedeutung des EFaR für die Gemeinde Lauf, vor allem im Hinblick auf das Wirken des Baal-Novo-Theaters. „Die Aktionen von Baal Novo werten unsere Gemeinde auf und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integrationsarbeit unseres Ortes“, sagte er. Auch seine französische Amtskollegin Anne-Catherine Weber, Bürgermeisterin der Gemeinde Plobsheim, die direkt gegenüber von Neuried am anderen Rheinufer liegt, verlieh ihrer Begeisterung dafür Ausdruck, dass das Theater künftig einen festen Spielort habe. „Die Stücke sind toll und ich freue mich, wenn auch noch mehr französische Kinder und Jugendliche in ihren Genuss kommen.“

Jochen Fischer, Bürgermeister der Gemeinde Neuried, betonte die Aufwertung, die die Gemeinde durch das Forum am Rhein erfahren werde.

Neben Elmar Steinbacher, Ministerialdirektor und Amtschef im Ministerium der Justiz und für Europa, waren von deutscher Seite zudem Thomas Marwein, Mitglied des Landtags, und Dr. Christoph Jopen, Mitglied des Kreistags der Ortenau, vertreten. Von französischer Seite waren außerdem Frédéric Bierry und Laurence Muller-Bronn, Präsident und Vizepräsidentin des Departements Bas-Rhin, der Eschauer Bürgermeister Yves Sublon sowie sein Stellvertreter Céleste Kreyer, Cécile Delattre, Mitglied des Départementrats Bas-Rhin, und Mischa Schmelter von der Région Grand Est zugegen.