Von den Flößern bis ins Weltall Dauerausstellung im Europäischen Forum am Rhein wird verlängert und ausgeweitet

Seit April haben im Europäischen Forum am Rhein weit mehr als 100.000 Menschen die Ausstellung über die Flößerei im Schwarzwald gesehen. Jetzt soll die Ausstellung verlängert und deutlich ausgebaut werden, sagen die Initiatoren Gustav Heinzelmann und Horst Fraas. Unterstützt werden sie dabei von Hausherr Jürgen Grossmann, vom Historischen Verein Hohberg, der Hochschule Offenburg und der Uni Straßburg.

1000 Jahre Holzwirtschaft – das ist für Ausstellungsmacher Heinzelmann eine beispiellose Erfolgsgeschichte. „Ohne Flößer und Waldbauern wäre der Schwarzwald nie das geworden, was er heute ist“, sagt Heinzelmann. „Holz und Wasser legten den Grundstein für Handel und Handwerk, für Industrie und Wohlstand man kann sagen die gesamte wirtschaftliche Dynamik des Schwarzwaldes und der Vogesen.“ Viele technische Entwicklungen gehen direkt oder indirekt auf Flößer und Waldbauern zurück, hat Heinzelmann herausgefunden, der derzeit auch an einem entsprechenden Buch über die Holzwirtschaft im Schwarzwald arbeitet. „Beeindruckend, wie das Thema Fahrt aufnimmt“, freut sich der Autor, der selbst einer Flößer- und Waldbauern-Familie aus dem hinteren Kinzigtal entstammt. „Geplant war unsere kleine Flößerschau für ein Wochenende. Jetzt werden wegen der guten Resonanz Monate daraus!“

Die erweiterte Ausstellung wird ebenfalls bei freiem Eintritt im Europäischen Forum am Rhein zu sehen sein. Zusätzlich zu Info-Tableaus und Bildern sollen Handwerksgeräte und technische Produkte ausgestellt werden, hierbei werden Heinzelmannn und Fraas unter anderem von der Uni Straßburg unterstützt. Denn auch deren Weltraum-Forschung lässt sich auf die Flößerei in früheren Zeiten zurückführen. „Die Flößerei fing spätestens mit den Römern an“, sagt Heinzelmann. „Später hat man immer wieder neue Dinge erfunden, hat bis zu 600 Meter lange Flöße gebaut – und jetzt geht es uns Menschen darum, den Mars zu erreichen.“ Weil das Thema Waldbauern und Flößerei bei vielen Familien Teil der eigenen Geschichte ist, wendet sich Heinzelmann auch an die Öffentlichkeit. „Wer uns mit zusätzlichen Exponaten oder Informationen unterstützen möchte: sehr gern!“ Am besten ist es, per Mail mit den Ausstellungsmachern in Kontakt zu treten. Die Adresse: gustl.heinzelmann@gmx.de Die Flößer-Ausstellung im Europäischen Forum am Rhein: täglich geöffnet. Eintritt frei.

Weiter Informationen zu den Flößern in der Region unter www.diefloesser.de
Für Rückfragen erreichen Sie Gustav Heinzelmann per mail: gustavheinzelmann@diefloesser.de