Jeder zweite Besucher kommt aus Frankreich

Das Europäische Forum am Rhein hat sich binnen eines Jahres als wichtiger touristischer Anziehungspunkt in der Gemeinde Neuried etabliert und erfüllt seinen Zweck als verbindendes Element im Herzen Europas. Jürgen Grossmanns Leuchtturmprojekt hat wie erhofft eine Strahlkraft über die Ortenau hinaus entwickelt. „Dieser Erfolg hat viele Väter“, sagt Grossmann. „Und insbesondere dem jetzt leider viel zu früh verstorbenen Bürgermeister Jochen Fischer möchte ich für seine Unterstützung danken. Wir haben gemeinsam etwas Großes in Neuried schaffen wollen und das auch geschafft. Ich bin sehr traurig, dass er nicht mehr unter uns ist, um die weitere Entwicklung dieses Ortes mitzuerleben. Seine Ideen und Impulse werden mir fehlen!“

Wie Grossmann in einer Pressemitteilung darüber hinaus mitteilt, haben trotz Corona und der Grenzschließung im Frühjahr weit mehr als 600.000 Besucher das neue Tor zur Ortenau besucht.  „Wir können wirklich sehr zufrieden Bilanz ziehen“, sagt Jürgen Grossmann, der das Großprojekt mit Theater, Restaurants und Büros privat finanziert und im vergangenen Herbst für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht hat. Allerdings brachte der große Erfolg auch die Herausforderung mit, dass zu Stoßzeiten die Parkplätze knapp waren – und das trotz Anbindung an den ÖPNV mit dem Bus.

Um mit den Besucherströmen besser umzugehen, sind diese über Monate gezählt worden. „Wir haben das Forum als Ort der deutsch-französischen Begegnung geplant“, sagt Grossmann. „Jetzt aber wissen wir, dass die Besucher exakt zur Hälfte aus Deutschland und aus Frankreich kommen. Das ist super!“ Auch mit der Zahl der Besucher sind Grossmann und seine Partner im Forum am Rhein sehr zufrieden. An gut frequentierten Tagen wie etwa an Wochenenden oder bei gutem Ausflugswetter fahren rund 2200 Autos auf das Gelände und es sind 7000 Besucher zu zählen. Allerdings besuchen längst nicht alle das Forum am Rhein – viele nutzen den Ort auch als Start und Ziel für Spaziergänge entlang des Rheins oder um den Auenwildnispfad zu erkunden.

In den nächsten Wochen wird Grossmann nun weitere Parkplätze bauen. 27 sollen entstehen, dazu 77 Fahrradstellplätze. Vereinbart wurde mit der Gemeinde zudem, dass gemeinsam ein Ordnungsdienst eingesetzt werde, um insbesondere an Wochenenden und Feiertagen im Sommer den ruhenden Verkehr auf dem Gesamtareal optimal zu steuern. In der Praxis war zu beobachten, dass ansonsten viele Autofahrer versuchten, direkt vor dem Gebäude zu parken, nicht aber den wenige Meter weiter hinten gelegenen Großparkplatz ansteuern. All das ist Teil einer Vereinbarung, mit der Grossmann und die Gemeinde nun letzte Detailfragen bezüglich des Europäischen Forums am Rhein einvernehmlich und abschließend geklärt haben.

Für Jürgen Grossmann ist das ein Grund zur Freude: „Wir haben mit dem Europäischen Forum am Rhein etwas geschaffen, das vielen Menschen Freude bereitet. Man trifft sich hier, kommt ins Gespräch und erlebt den Rhein nicht als Grenze, sondern als Lebensader Europas. Ich glaube, dass es das ist, auf das wir uns konzentrieren sollten.“